FI-Schalter oder Sicherung?
Die zwei anderen Schutzschalter in Ihrem Verteiler — und warum Sie beide brauchen.
WeiterlesenNach einem Sommergewitter sind Fernseher, Router oder die Heizungssteuerung defekt — und plötzlich stellt sich die Frage, ob ein Überspannungsschutz im Verteiler das verhindert hätte. Dieser Ratgeber erklärt, wie ein Blitz auch ohne direkten Einschlag Schäden verursacht, warum eine einfache Steckdosenleiste dabei nicht hilft, und wann ein echtes Schutzkonzept für Ihre Anlage sinnvoll ist.
Weder pauschal sinnvoll noch übertrieben — es kommt auf Ihre Anlage an. Bei einem Neubau oder einer wesentlichen Erweiterung, etwa einer Wallbox oder einer Photovoltaikanlage, ist Überspannungsschutz seit Dezember 2018 ohnehin vorgeschrieben. Bei unverändertem Altbestand besteht keine Pflicht — aber wer viele empfindliche Geräte betreibt oder Smart-Home-Technik nachrüstet, für den ist eine Nachrüstung eine sinnvolle, gut begründete Vorsichtsmaßnahme. Bei wenig zu schützender Technik in einer unveränderten Altanlage ist es dagegen vertretbar, abzuwarten.

Ein Blitzeinschlag muss das eigene Haus nicht treffen, um Schäden zu verursachen — der Spannungsstoß gelangt auf mehreren Wegen ins Haus, und die Schäden zeigen sich nicht immer sofort.
Ein Überspannungsschutz wirkt nur, wenn er die Energie eines Spannungsstoßes tatsächlich ableiten kann, bevor sie das Gerät erreicht — und das gelingt am besten in mehreren Stufen. Ein Typ-2-Gerät im Zählerschrank fängt den Großteil einer Überspannung am Eingang der Hausanlage ab. Doch je länger die Leitung von dort bis zur Steckdose eines besonders empfindlichen Geräts ist, desto mehr kann sich auf diesem Weg noch an neuer, kleinerer Überspannung aufbauen — für solche Endgeräte sieht die Norm zusätzlich einen Typ-3-Schutz nahe am Gerät vor. Typ 1 kommt dort zum Einsatz, wo eine Anlage einem besonders hohen Blitzrisiko ausgesetzt ist, etwa in Verbindung mit einem äußeren Blitzschutzsystem am Gebäude.
Eine solche Leiste schützt allenfalls das eine angeschlossene Gerät und entspricht in etwa einem einzelnen Typ-3-Schutz. Sie fängt keine größere Überspannung ab, die über die Hauptleitung ins Haus gelangt, und ersetzt kein mehrstufiges Konzept.
Ein wirksames Schutzkonzept setzt am Einspeisepunkt und in der Verteilung an und schützt die gesamte angeschlossene Elektronik im Haus — ausgelegt und eingebaut von einer Elektrofachkraft nach DIN VDE 0100-534.
Der Einbau erfolgt am spannungsführenden Teil der Anlage — ein Fall ausschließlich für die Elektrofachkraft, mit dem entsprechenden Werkzeug und der nötigen Absicherung.
Die passende Schutzstufe hängt vom Zustand Ihres Verteilers sowie den vorhandenen Sicherungsautomaten und FI-Schaltern ab — das lässt sich nur vor Ort korrekt einschätzen.
Ob ein mehrstufiges Schutzkonzept für Ihre Anlage sinnvoll ist oder ob ein einzelner Baustein reicht, klären wir am Telefon anhand Ihres Verteilers und Ihrer angeschlossenen Geräte — kostenlos und unverbindlich. Mehr zum Ablauf finden Sie auf unserer Seite zu Überspannungsschutz in Hannover.
Kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung 017642876194Die zwei anderen Schutzschalter in Ihrem Verteiler — und warum Sie beide brauchen.
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